eigenenes Modell erstellen
Der auch unter dem Begriff des Güterwohlstands fassbare Ansatz, verfolgt das Ziel des Anhäufens von materiellen Ressourcen. Er beruht auf der Quantität der Produktion und den materiellen Bedürfnissen einer Gesellschaft. Diese materielle Grundlage soll Handlungsspielräume und Lebensqualität ermöglichen.
Arbeit sollte nicht als Zwang, sondern als sinnvolle Beschäftigung empfunden werden. Dazu gehört auch, dass neben anfallenden Verwaltungsaktivitäten, noch ausreichend Zeit für die tatsächliche Berufung bleibt. Ausschlaggebend ist außerdem die Arbeit als Verbindung zur dinglichen Welt, denn ein wesentlicher Aspekt beider Ansätze ist ein sichtbares Ergebnis am Ende eines Arbeitstages.
Für uns Menschen steht die Geschwindigkeit der modernen Informationsverarbeitung in einem deutlichen Missverhältnis zu unseren biologischen Rhythmen. Deshalb erfahren wir die Gegenwart oft als Leerlauf. Es geht heute weniger darum an Informationen zu gelangen, sondern darum diese einordnen und bewerten zu können.
Der Ansatz des Zeitwohlstands stellt dem etablierten Güterwohlstand die Idee des Wohlstands an Zeit – etwa zum Innehalten, für Muße und Ruhe im Kontrast zu Zeitdruck und Zeitknappheit – gegenüber. Zeit wird hier nicht als wirtschaftliche Ressource, sondern als schützenswertes Gut verstanden, das dem Einzelnen das Reflektieren und Ausprobieren ermöglicht.
Demokratie baut nicht nur auf den erfolgreichen Austausch von Informationen, sondern auch auf Vertrauen zwischen Bürger und Politik. Dabei geht es gerade in dieser Beziehung darum, dass der Bürger das Gefühl hat, dass seine Bedenken und Wünsche tatsächlich gehört werden und er somit am politischen Geschehen teilhat.
Das zentrale Problem der Beschleunigungsgesellschaft ist die Art und Weise wie Subjekte in dieser mit ihrer Umwelt in Beziehung treten. Die Idee des Beziehungswohlstands befasst sich damit, wie die Menschen sich in ihrem sozialen Umfeld sehen, ob sie sich als Menschen anerkannt und mit ihrem Umfeld verbunden fühlen.